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Frettchen entlaufen -
was ist zu tun?

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Unterbringung

 

Wenn Frettchen bei Euch einziehen sollen, habt Ihr verschiedene Möglichkeiten, sie unterzubringen. Welche Unterbringungsform Ihr auch immer wählt, eines haben sie alle gemeinsam: Frettchen brauchen Platz! Frettchen sind, wenn sie wach sind, sehr agile Tiere, die einen hohen Bewegungsdrang haben. Zur Erinnerung: Frettchen sind Raubtiere und niemand käme auf die Idee, eine Katze in einen Käfig zu sperren. Rechnet bei der Unterkunft für 2 Frettchen daher mit einer Grundfläche von 2,5 m². Wie Ihr diese Fläche aufteilt, ob in einer oder mehreren Etagen (die Mindesthöhe einer Etage sollte 50 cm betragen), ist Euch überlassen. Für jedes weitere Frettchen sollte ein halber m² mehr eingeplant werden. Natürlich gilt die Devise: je größer, desto besser!

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass Frettchen keine sonderlich gut ausgeprägten Schweißdrüsen haben und Hitze auch nicht – wie etwa der Hund – über die Zunge „abhecheln“ können. Temperaturen über 30 °C sind für Frettchen gefährlich, die Gefahr eines Hitzeschlags hoch. Das gilt sowohl für Wohnungen (insbesondere Dachwohnungen), als auch für Außengehege.

Frettchen können in einem Außengehege problemlos gehalten werden. Das Außengehege ist so zu sichern, dass Frettchen nicht ausbrechen, andere Tiere (und ggf. unbefugte Menschen) aber auch nicht einbrechen können. Wichtig bei der Haltung im Außengehege ist ein isoliertes Schlafhäuschen, dass ihnen im Winter ins Gehege gestellt werden muss, um ihnen einen warmen Rückzugsort zu bieten. Bedenkt, dass es im Winter sehr kalt werden und Wasser / Nassfutter einfrieren kann. Hier solltet Ihr Euch im Vorfeld eine Lösung überlegen (beispielsweise ein extra Häuschen für Futter / Wasser). Im Sommer kann es sehr heiß werden, weshalb das Gehege unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen ist. Entscheidet Ihr Euch für die Haltung in einem Außengehege, achtet darauf, die Tiere dann an die Außenhaltung zu gewöhnen, wenn sie auch noch eine Chance haben, sich ein Winterfell zuzulegen. Niemals solltet Ihr vorherige Wohnungstiere erst im Spätherbst oder gar Winter raussetzen. Die Frettchen werden sich kein geeignetes Winterfell mehr zulegen können und bitterlich frieren, was Erkältungen / Lungenentzündungen zur Folge haben kann.

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Umgebauter Kleiderschrank

Frettchen müssen aber nicht unbedingt draußen gehalten werden, sie können auch problemlos im Haus / in der Wohnung leben. Hier gibt es weitere Möglichkeiten, den Frettchen ihr Revier zukommen zu lassen. Zum einen wäre da der Käfig, der meistens selber gebaut werden muss, da der Einzelhandel wenig geeignete Frettchenvillen anbietet. Wenn doch, sind diese meist so teuer, dass man sich selber etwas bauen kann, was man zudem noch individuell gestalten kann. Auch hier denkt bitte an die Größe. Viele Halter greifen auf einen Kleiderschrank zurück, der individuell an die Frettchen angepasst werden kann.

Wenn Frettchen in einem artgerecht großen Gehege bzw. Käfig leben, so ersetzt das dennoch nicht den erforderlichen täglichen mehrstündigen Auslauf! Die für Frettchen wohl schönste Variante ist ein eigenes Zimmer oder die freie Wohnungshaltung. Freie Wohnungshaltung sollte man allerdings erst dann praktizieren, wenn man weiß, zu was Frettchen alles in der Lage sind. Am Anfang ist es ohnehin ratsam, die Frettchen nur unter Aufsicht laufen zu lassen, um festzustellen, wo potentielle Gefahrenstellen sind, wo man seinen liebgewonnenen Besitz in Sicherheit bringen muss und wo man Pflanzen besser wegstellen sollte. Frettchenzimmer


Gefahrenquellen können beispielsweise sein:

  • offene / gekippte Fenster
  • frei zugängliche Plastiktüten
  • brennende Kerzen
  • nicht abgedeckte Aquarien
  • nicht verriegelte Terrarien
  • frei zugängliche Reinigungsmittel /Schwämme
  • Messerblöcke in Küchen
  • Steckdosen
  • offene Toilettendeckel
  • frei zugängliche Glasteile (Bodenvasen etc.)
  • volle Aschenbecher
  • Waschmaschinen (unbedingt vor dem Waschgang kontrollieren!)
  • nicht gesicherte Kaminöfen
  • Speisen / Getränke der Menschen
  • Regale, die sie hochklettern, aber nicht runterklettern können.
  • Kleine Teile, bevorzugt aus Plastik, die sie verschlucken können, was zu einem Darmverschluss oder einer Darmverletzung führen kann. Beispiele hierfür sind Oropax, Füllmaterialien aus Paketlieferungen, Teile von Spielzeug, etc.
  • Pflanzenerde, die mit Dünger durchsetzt ist.
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